standesgemäße Gewandung bei der standesamtlichen Trauung

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Dies ist ein Bild des Moerser Schlosses, wie es typischerweise zu finden ist. Passenderweise fand hier eine Mittelalterausstellung statt zu der Zeit, da wir unsere standesamtliche Trauung vornahmen. Der Ritter, der uns erwartete, gehörte aber nicht zur Ausstellung, wie wir bemerken sollten.

Nicht unverborgen blieben vielen Interessierten unsere Vorbereitungen für unsere standesamtliche Trauung. Fest stand für uns, dass die standesamtliche Trauung nicht 0815 werden sollte und die Gelegenheit bot, doch etwas umzusetzen, was auch mit uns etwas zu tun hat. Schließlich könnte doch hier auch deutlich werden, was uns auch in unseren Interessen verbindet. Und somit wurde uns immer öfter auch die Frage gestellt „Steht die standesamtliche Hochzeit unter einem Motto ?“, welche wir mit einem definitiven „Ja“ beantworten konnten. Und somit entstand im FAQ der Hochzeitsseite folgender Abschnitt:



Steht die standesamtliche Hochzeit unter einem Motto ?

Ja, das tut sie. Wir heiraten standesamtlich im Moerser Schloss (www.schloss-moers.de oder ausführlich auch im Wikipedia zu finden) und werden – so die Schneider es zumindest mit Daniels Hemd noch schaffen - unsere „mittelalterliche“ Gewandung einweihen. Auch Trauzeugen und einige Familienmitglieder haben sich entsprechende Kleidung zugelegt, wie wir inzwischen erfahren haben (und worüber wir uns freuen, da sie diesen „Spaß“ mitmachen). Sogar einen Nachwuchs-Tempelritter erwarten wir als „persönliche Garde“. Es ist ein Thema, was uns verbindet und wir besuchen regelmäßig die Mittelaltermärkte am Niederrhein und in der weiteren Umgebung, so denn Dienstpläne dies zulassen. Auch musikalisch verbinden wir so manches Lied mit diversen Urlaubserlebnissen und von daher erschien es uns passend, dieses „Hobby“ etwas einzuflechten...auch, wenn wir nicht unbedingt auf Authentizität getrimmt sind.

Nachtrag 18.9.07 (Tipp vom geprüften Bräutigam):

Wenn eine Standesbeamtin fragt, warum die Frau immer rechts geht, dann ist die richtige Antwort ... na ? Genau ... Damit man leichter ans Schwert kommt ...



Besonders gefreut hat uns – obwohl wir ja „im kleinen Kreise“ angedacht hatten – die Menge der Menschen, die uns schon ab hier begleiteten, die wirklich überragende Gewandung vieler Beteiligter und – Frau Standesbeamtin Gallmann und Schwiegermama sei Dank – das Eingehen bei der Zeremonie auf unser Thema durch die Standesbeamtin selbst (trotz Zeitknappheit bei den halbstündig erfolgenden Trauungen).

Woher die Gewandung kam ?

Nun, die Schneiderin, welche das Kleid anfertigte, konnten wir nicht mehr ausfindig machen. Auch der bestickte Brautgürtel, Gürtel-Schnallen, Stiefel und Daniel's Mütze sind für diesen Anlass auf einem Mittelaltermarkt erstanden worden (d.h. eigentlich, dass wir sämtliche Mittelaltermärkte abgesucht haben). Stefanie's echter Blumenkranz wurde durch die geschickten Angestellten bei Blumen Peltz in Homberg gefertigt (mehr dazu beim Blumenschmuck), Daniel's Reisemantel ist handgefertigt bei „Fantasy by Dana“. Das Landsknechthemd, der angepasste Gürtel samt Tasche und der Verschluss des Hemdes kommen von Anderswelt (www.anderswelt.de - Dank sei den Damen, die mich so toll beraten haben im Laden mit viel Geduld, als die Zeit drängte). Ebenso die benieteten Leder-Armschienen kommen von dort. Die zweifarbige Landsknechthose ist Massanfertigung vom Greizer Blaudruck (www.blaudruck-greiz.de) zu wirklich vorzüglichen Konditionen. Alle Ausstatter waren außerordentlich bemüht, als sie von unserem kleinen Hochzeitsunterfangen erfuhren, wofür wir uns an dieser Stelle noch einmal bedanken wollen.

Wichtige Tipps für alle, die etwas Ähnliches vorhaben:

Fahrt möglichst persönlich in die Läden und auf die Märkte, wenn es irgendwie möglich ist. Wir mußten die Erfahrung machen, dass Sachen, die bestellt sind (selbst Monate vorher) noch nicht unbedingt angekommen werden. Und in der letzten Woche vor der Hochzeit hilft dann auch kein Beten mehr. Ratsam ist es deshalb, sich seine Sachen direkt vor Ort zu kaufen, wo man sie anprobieren kann... und vor allem auch mitnehmen. Alles andere führt (wie wir es erlebten) zu Panik kurz vor dem Stichtag. Außerdem sollten auch immer alle Sachen, die schon vorhanden sind, mitgenommen werden zwecks Farbvergleich. Grün ist noch lange nicht grün und Fotos aus dem Netz sind bekanntermaßen sehr unzuverlässig zum Farbvergleich (Was heißt schon „weiß“ ?). Am besten sollte man zeitlich schon in der Sommersaison vor dem Hochzeitsjahr mit der Suche nach passenden Gewandungen und Zier-Stücken beginnen. Speziell bei besonders billigen Angeboten bei Ebay darauf achten: Zu günstig ist nicht zuverlässig. Unsere Schwägerin bezahlte zwar, aber das Kleid kam nie an wegen Pleite der Schneiderin. Wenn also der Verdacht besteht, dass der Preis den Wert des Stoffes unterschreitet, dann ist Vorsicht geboten.

Für Kurzentschlossene: Unser Trauzeuge machte einen vorzüglichen Kostümverleih in Krefeld ausfindig (siehe Bild).

Wichtig ist es auch – grad bei historischen Gemäuerlichkeiten – sich vorher zu erkundigen, wie viele Personen in das Trauzimmer passen. Aufgrund der geringen Traglast konnten leider nur knapp 25 Personen (inkl. Kleinkinder) bei uns direkt dabei sein.










Dies ist ein nun im Gegensatz zum Vorangegangenen ein Bild. wie es auf unserer Straße so normalerweise nicht zu finden ist. Einige Nachbarn schauten etwas verdutzt von den gegenüberliegenden Balkonen.


Holde Maid, darf ich ihnen gleich eine wichtige Frage stellen ?

Da sind wir nun in der endgültigen Gewandung, als wir aus dem Trauzimmer schreiten. Noch ganz beeindruckt von der ganzen feierlichen Prozedur.

Hier ist unser Trauzeuge Stefan mit dabei...

...und – somit blieb die Spannung bis zuletzt – kurz vor der Zeremonie traf auch unsere Trauzeugin Sabrina ein (links)...

...und hier die Abordnung der Tempelritter in persona Sire Aaron und dem einen Clan...

...und der Schutzmacht nebst Nachwuchs Lady Lara des anderen Clans...

...sowie den stolzen Braut- und Bräutigams-Eltern.

Ein Teil des „kleinen Kreises“...


Die Dame, die sich hier so sympathisch hinter dem Balken versteckt, fertigte noch auf dem Mittelaltermarkt die Mütze zuende, damit Daniel sie direkt mitnehmen konnte. Danke nochmal...